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17.05.2010 38. Jahresbericht 2009

Aus der Krise gelernt
Die ARGO bot 2009 für 350 Frauen und Männer mit einer IV-Rente einen Arbeitsplatz an. Diese leisteten während dem Jahr rund 580'000 Stunden. Während dieser Zeit erwirtschafteten sie einen Arbeitserlös durch den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Umfang von CHF 4.7 Mio. Franken. Im Vorjahr betrug dieser allerdings noch 6.2 Mio. Franken.

Die Aufträge in den vier ARGO Werkstätten Chur, Davos, Ilanz und Tiefencastel gingen im Schnitt um rund 25% zurück. Einzelne grössere Industriekunden stoppten zwischendurch ihre Aufträge ganz, andere reduzierten sie massiv. Erst im vierten Quartal 2009 war eine leichte Erholung zu spüren. Aufgrund der geltenden Gesetzgebung bleibt ein grosser Teil des erwirtschafteten Verlusts an der ARGO hängen. Dies wird die Stiftung 2009 mit rund 120'000 Franken belasten. Aber Kurzarbeit war nicht möglich. IV-Rentner zahlen zwar ihren Beitrag in die Arbeitslosenversicherung ein, haben aber, da sie auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind, nie Gelegenheit, Beiträge daraus zu beziehen. Und beim Personal noch mehr zu sparen war nicht möglich, weil der Leistungsauftrag zur Beschäftigung der 350 behinderten Personen nicht in Frage gestellt wurde. Lichtblicke gab es trotzdem. Da sind einmal jene Kunden zu nennen, die trotz Wirtschaftskrise weiterhin der ARGO die Stange hielten. Und dann ist erwähnenswert, dass die Beschäftigung der behinderten Personen trotz des Auftragsschwunds weitgehend sichergestellt werden konnte. Langweile gab es keine. Alle hatten zu tun.

Auftrag der Behindertenwerkstätte
Eine Behindertenwerkstätte hat den Auftrag ihren Klienten Arbeitsplätze in einem geschützten Rahmen zur Verfügung zu stellen. Das beinhaltet die adäquate Beschaffung von beeinträchtigungsgerechter Arbeit und die Förderung und Unterstützung für eine maximale Teilhabe und Selbstbestimmung unserer behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig muss eine Behindertenwerkstätte die Verantwortung für ein wirtschaftliches und unternehmerisches Handeln wahrnehmen, um die öffentliche Hand zu entlasten.

Die Kennzahlen des Geschäftsjahres
Die ARGO schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust von rund 120'000 Franken ab. Dieser Betrag muss aus dem Organisationskapital der Stiftung eingebracht werden. Dem totalen Aufwand von rund 23.85 Mio. Franken stehen rund 13.23 Mio. Franken an Eigenertrag und 10.61 Mio. Franken von Beiträgen aus Bund und Kantonen gegenüber.

Fragen zum Jahresbericht der ARGO beantwortet Ihnen gerne:
ARGO Geschäftsleitung
Ruedi Haltiner
Geschäftsleitung
Bahnhofstrasse 3
CH-7001 Chur
Telefon 081 257 14 00
Fax 081 257 14 09
ruedi.haltiner@argo-gr.ch
100517_ARGO_Jahresbericht_2009.pdf

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