Churer Stadterlebnisse

Bei den Churer Stadterlebnissen handelt es sich um ein Projekt, das immer wieder erlebt werden kann. Zusammen erkunden und entdecken wir tolle und geheimnisvolle Orte in der Stadt Chur, bestaunen alte Häuser, Plätze und Brunnen, erfahren Dinge, die uns staunen lassen, hören Geschichten, die uns verzaubern oder gruseln und jagen Geister durch die Stadt. In einem Workshop können wir unsere Erlebnisse künstlerisch verarbeiten und ausdrücken. Das sind die Churer Stadterlebnisse. Sie wurden explizit für die Klientinnen und Klienten der ARGO konzipiert.

Das schöne Herz

Lesen Sie hier die Geschichte "Das schöne Herz"

Mit der Geschichte haben wir ein Projekt im Winter 2021 gemacht. Erika Holenweger hat während der Adventszeit mit dieser Geschichte alle Wohnheime der ARGO besucht. Klientinnen, Klienten und Betreuende haben für eine gemütliche Stimmung mit Punsch und Guetzli bei Kerzenlicht gesorgt. Gespannt haben alle der Geschichte gelauscht, die von Erika vorgelesen und von 3 freiwilligen Helferinnen und Helfern szenisch nachgestellt wurde. So konnte alle die Geschichte in entspannter Atmosphäre verfolgen. Das war aber noch nicht alles. Erika hat auch ein grosses Herz aus Holz mitgebracht, das in viele einzelne Teile zerschnitten war. Jeder durfte ein solches Herzteil mit Farbe bemalen und gestalten. Am Schluss haben wir die Herzteile zu einem vollständigen Herzen zusammengesetzt. Das war der erste Teil des Projekts.

Im zweiten Teil ging es darum, dass die Wohnheime bestimmte Herzteile miteinander austauschen, sodass am Ende jedes Wohnheim wieder ein vollständiges Herz aus 4 Vierteln hat. Jedes Viertel stammt aus einem anderen Wohnheim. Das heisst zum Beispiel, dass im Wohnheim Davos jetzt ein ganzes Herz ist, das aus den Teilen von allen anderen ARGO Wohnheimen zusammengesetzt ist, also von Chur, Ilanz, Surava und Davos. Das ist in jedem Wohnheim so. Wir haben daraus gelernt, dass auch wenn wir räumlich voneinander getrennt sind, wir im Herzen dennoch verbunden sind. Die Herzen wurden in allen Wohnheimen aufgehängt und erinnern jeden Tag daran.

Schnuppern im Kirchner Museum Davos

Klientinnen und Klienten aus Davos haben im Herbst 2021 im Kirchner Museum Davos geschnuppert und damit eine willkommene Abwechslung zum Alltag (Tagesstruktur und Arbeit) erlebt. Mit der Kunstvermittlerin Sara Smidt haben sie während 2 Stunden das Museum und seine Kunst kennengelernt. Sie konnten sich in der Ausstellung ein Bild aussuchen und versuchen, dieses selbst zu skizzieren. Dabei ging es erst einmal darum, nur wesentliche Linien zu erkennen, nicht um originalgetreues Abzeichnen. Anschliessend ging es ins Atelier, wo die Klientinnen und Klienten selbst kreativ wurden. Sara Smidt hat den Klientinnen und Klienten die Technik der Monotypie gezeigt. Dabei hat jeder eine Plexiglasunterlage, um Farbe mit dem Pinsel oder einer Rolle darauf zu verstreichen. Das wurde danach auf Papier gedruckt. Jeder konnte seine Skizzen aus der Ausstellung als Druck umsetzen und weitere Motive zeichnen. Es musste aber nicht unbedingt ein Motiv sein. Auch Farbstudien sind interessant. So konnten alle mit der Drucktechnik Monotypie experimentierten und Verschiedenes ausprobieren. Hierzu brauchte es keine künstlerischen Erfahrungen. Es kamen tolle Bilder dabei heraus.

Schnuppern im Rätischen Museum Chur

Klientinnen und Klienten aus Chur haben im Oktober 2021 im Rätischen Museum in Chur geschnuppert. Mit der Museumspädagogin Zoë Schurter haben sie zwei erlebnisreiche Stunden gehabt und viele Eindrücke mit nachhause genommen. In der Portraitgalerie durften die Klientinnen und Klienten aus einem Korb voller Gegenstände etwas auswählen und gingen damit auf Entdeckungsreise. Sie sollten versuchten, die gewählten Gegenstände auf den Portraits zu entdecken. Sie mussten die Bilder genau anschauen, um das Objekt zu erkennen. Anschliessend durfte jeder sein Bild mit dem entsprechenden Objekt zeigen. Dabei wurde ihnen auch erklärt, dass eine bestimmte Kleidung, Frisur oder ein Schmuckstück einen sozialen Status symbolisiert.

Nach diesem anregenden Einstieg gingen alle in das Dachgeschoss, wo eine kleine Ankleidekammer eingerichtet war. Hier stand eine Fülle an Kleidern, Gewändern und Schmuckgegenständen zum Verkleiden zur Verfügung. Inspiriert von den Portraits in der Ausstellung konnten sie sich nun selbst als historische Persönlichkeiten verkleiden, in einem grossen Spiegel betrachten und ablichten lassen. Die Fotos wurden mittels eines Softwareprogramms zu Ölgemälden gemacht und ausgedruckt. Zum Schluss haben die Klientinnen und Klienten die so entstandenen Portraits in einen goldenen Rahmen geklebt. Das hat sie noch einmal ein bisschen wertvoller gemacht.

Statements aus der Kultur

Sara Smidt, Leitung Kunstvermittlung, Kirchner Museum Davos (das Museum ist Träger des Labels "Kultur inklusiv"):
"Wir schätzen die ARGO als aufgeschlossene und experimentierfreudige Partnerin ausserordentlich, um unseren Anspruch, ein inklusiver Ort zu werden, näherzukommen. Unsere gemeinsamen Lernschritte führen zu einer Teilhabe an Kultur von der unsere ganze Gesellschaft profitieren kann. Eine Unterstützung von der ARGO ist also gleichzeitig eine Unterstützung für ein vielfältiges kulturelles Leben mit Teilhabe unterschiedlicher Menschen. Daher zählen wir auf eine langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der ARGO."

Angela Buxhofer, geschäftsführende Präsidentin Arosa Kultur:
"Ihr Engagement für kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderung in Graubünden ist sehr spannend und überzeugt uns. Wir freuen uns, Teil davon zu sein."

ARGO Geschäftsstelle
Erika Holenweger
Leiterin Fachstelle inklusive Kultur
Bahnhofstrasse 3
7000 Chur
T 081 257 03 68

erika.holenweger@argo-gr.ch

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